Schloss Wilhelmstal

Schloss Wilhelmsthal liegt in der Nähe der nordhessischen Stadt Calden, im Landkreis Kassel. Die gesamte Anlage des Schlosses entstand in den Jahren zwischen 1743 und 1761 und zählt seither und bis heute zu den bedeutendsten Schlössern, die sich nördlich des Mains befinden und im Stile des Rokoko erbaut worden sind.

Die gesamte Anlage des Schlosses Wilhelmsthal besteht aus dem Schloss selbst, einem Park, der recht großzügig angelegt worden ist und den darin befindlichen Wasserspielen, die bereits zu damaliger Zeit die Besitzer und die Gäste des Schlosses gleichermaßen beeindruckten und dies noch heute tun. Für die Besucher des Schlosses Wilhelmsthal werden täglich Führungen angeboten. Den Park können die Besucher das ganze Jahr über besichtigen. Erst mit Einbruch der Dunkelheit werden die Parkanlagen für die Besucher geschlossen.

Ursprünglich diente Schloss Wilhelmsthal dem hessischen Landgrafen Wilhelm VIII. als Sommerresidenz und 1762 war es unter anderem Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen im Zuge des Siebenjährigen Krieges. Davon zeugt noch heute ein Massengrab. Geplant und erbaut wurde Schloss Wilhelmsthal unter anderem von dem gleichen Architekten, der sich auch für die Errichtung des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel verantwortlich zeichnete. Als Besonderheit liegt das Schloss, abweichend von der üblichen Methode, tiefer als die Parkanlagen.

Heute kann das Schloss besichtigt werden. Die Kapelle im Nordflügel des Bauwerkes wird als Standesamt und von der evangelischen Gemeinde Calden genutzt.