Löwenburg

Bei der Löwenburg handelt es sich um eine im Bergpark Wilhelmshöhe (Kassel) liegende künstliche Burgruine. Entstanden ist die Burg erst Jahrhunderte nach der eigentlichen für Burgen in Deutschland üblichen Bauphase durch den Architekten Heinrich Christoph Jussow, welcher beispielweise auch das Schloss Wilhelmshöhe plante. Geplant und erbaut wurde es in den Jahren 1793 bis 1800, womit sich also eine Bauzeit von 7 Jahren ergab.

Ursprünglich wurde die Löwenburg als Wohnsitz des Landgrafen Wilhelm IX, als auch seiner Geliebten genutzt. Bei dieser handelte es sich um Karoline von Schlotheim. Der Landgraf wurde im Jahre 1821 unter der Burgkapelle in einer eigens errichteten Gruft beigesetzt.

Wohn- aber auch Aufenthaltsräume, welche sich in der Löwenburg befinden, sind im Barock-Stil errichtet worden. Besonders sehenswert ist die in der Burg enthaltene Rüstkammer, welche Waffen, aber auch Rüstungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert beinhaltet. In der heutigen Zeit werden auf der Löwenburg verschiedene Führungen durchgeführt, bei denen sich interessierte Besucher genau informieren können.

Im zweiten Weltkrieg wurden einige Teile der Löwenburg zerstört, welche bis heute nur spärlich oder aber auch überhaupt nicht wieder aufgebaut worden sind. Dennoch ist die Löwenburg ein absoluter Publikums-Magnet. Jahr für Jahr zieht sie sehr viele interessierte Besucher an, welche sich gern in die damalige Zeit zurückversetzen lassen möchten.