Deutsches Tapetenmuseum

Im Jahr 1923 wurde das Deutsche Tapetenmuseum in Kassel gegründet. Initiator war der Tapetenhändler Gustav Iven, der sich maßgeblich für die Eröffnung des Museum verantwortlich zeichnete.

Besagter Gustav Iven startete einen Aufruf an andere Tapetenhersteller und –händler, mit ihrem Zutun die Tradition der Branche und deren bisherige Entwicklung auf diese Weise hinreichend zu dokumentieren. All diese Personen trugen dazu bei, dass bei Gründung des Deutschen Tapetenmuseums eine stattliche Sammlung bestaunt werden konnte. Diese spiegelte die Geschichte der Tapeten in einer einzigartigen Weise wider.

1923 öffnete das Deutsche Tapetenmuseum im Roten Palais am Friedrichsplatz zum ersten Mal seine Pforten für die Besucher und wurde neun Jahre später um weitere Räumlichkeiten im Weißen Palais, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegen, ergänzt. Die Erweiterung war aufgrund der nun erreichten umfangreichen Sammlung von rund 9.000 Tapeten erforderlich geworden.

Mit dem Krieg kamen Zerstörungen, von denen auch das Deutsche Tapetenmuseum betroffen war. Im Jahre 1948 wurde deshalb das Tapetenmuseum erneut ins Leben gerufen. Dieses Mal jedoch in verkleinerter Ausführung und im Weißensteinflügel des Schlosses Wilhelmshöhe. Seit 1976 hat das Deutsche Tapetenmuseum nun seinen Sitz im Hessischen Landesmuseum.

Bis dahin privat geführt, befindet sich das Museum, das nunmehr rund 23.000 Tapeten in seiner Ausstellung beherbergt, seit 1993 in der Trägerschaft des Landes Hessen. 2008 wurde das Museum vorübergehend geschlossen und wird voraussichtlich 2015 am Weinberg wieder eröffnet.